Das CHINDERHUUS BABAR aus der Sicht einer Mutter
von Nicole Schweizer
Die Entwicklung unseres Sohnes
Als unser Sohn Vinzenz vor drei Jahren mit damals 10 Monaten einen Betreuungsplatz im Babar bekam, wusste ich nicht, dass das ein Volltreffer war! In der Zwischenzeit ist er zu einem offenen, toleranten und selbständigen Junge geworden, der sich bestens verständigen kann, Freude am Leben und Interesse an seinen Mitmenschen hat. Welche Eigenschaften ihm in die Wiege gelegt wurden, was er zu Hause lernt und was ihn im Babar prägt, das werden wir nie genau wissen. Aber etwas wissen wir mit Bestimmtheit: das Chinderhuus Babar trägt entscheidend mit dazu bei, dass der Kleine ist, wie er ist!
Chinderhuus Babar – eine eigene kleine Welt
Wer seine Kinder zu selbständigen Menschen erziehen möchte, muss ihnen die Gelegenheit gewähren, sich auch selbständig bewegen zu dürfen. Und das kann unser Sohn im Babar. Zwei Tage in der Woche taucht er ein in seine eigene kleine (Babar-)Welt. Er schliesst Freundschaften ohne Zutun der Eltern. Lernt Neues ohne das Lob des Vaters. Darf spielen ohne den Zeitdruck der Mutter. Muss streiten ohne den Schutz der Eltern. Und diese Welt gefällt Vinzenz offensichtlich bestens – auf jeden Fall ist er enttäuscht, wenn wir ihm z.B. an einem Samstag erklären müssen, dass das Chinderhuus Babar geschlossen sei.
Seine ersten grossen und positiven Erfahrungen mit Freundschaften hat er im Babar gemacht. Auch ausserhalb vom Babar ist Vinzenz oft mit anderen Kindern zusammen – aber die Freunde im Babar, die hat er sich ganz alleine ausgesucht! Und das macht diese Freundschaften so einzigartig!
Als anfangs 2003 unsere Tochter geboren wurde, ging Vinzenz ohne Unterbruch weiter ins Babar. Nie hat er gefragt, ob er mit mir und dem Baby zu Hause bleiben dürfe. Sein Spieldrang war viel grösser als die häusliche Geborgenheit. Wir sind überzeugt, dass sich Vinzenz dank seiner eigenen Welt, die er weiterhin besuchen durfte, besonders gut mit der neuen Situation anfreunden konnte. Und zu einem grossen Bruder wurde, der seine kleine Schwester mit Stolz beschützt und verteidigt.
Das Babar-Team
Dank dem professionellen und herzlichen Team im Babar ist es in drei Jahren noch nie vorgekommen, dass unser Junge an einem Babar-Tag lieber zu Hause geblieben wäre! Im Gegenteil, wenn ich ihn mal früher als gewohnt abhole, dann findet er, ich soll doch zuerst noch einkaufen oder Papi abholen gehen und dann später nochmals kommen. Er wolle lieber noch ein wenig im Babar bleiben.
Die Professionalität des Teams zeigt sich für mich beispielsweise im Umgang mit einer anfänglich sehr starken Weizenmehl-Allergie unseres Sohnes. Die Betreuerinnen waren dank den gemeinsamen Gesprächen immer auf dem Laufenden, was der Junge essen durfte Die Babar-Ladies liessen sich z.B. an Kinder-Geburtstagen mächtig was einfallen, damit Vinzenz nie das Gefühl hatte, ohne Kuchen sei das Leben weniger lustig (z.B. Yoghurt mit Smarties etc.). Unterdessen ist die Allergie praktisch herausgewachsen und er kann die meisten Dinge essen – wichtig für mich ist aber, dass die Allergie für ihn nie zum Problem wurde.
Ebenso professionell am Babar ist eine Tatsache, die mir als arbeitende Mutter das Leben nicht gerade erleichtert: wenn ich z.B. nach einem zusätzlichen Betreuungstag frage, weil ich z.B. an eine Tagung muss, kommt es öfters als mir lieb ist vor, dass ich mit meiner Anfrage abblitze. Der Grund dafür: das Babar ist an diesem Tag bereits voll. Und da sind sie knallhart! Aber natürlich ist diese Haltung sehr professionell, denn die Kinder, die für diesen Tag angemeldet haben, verdienen die volle Aufmerksamkeit des Teams! Qualität vor Quantität lautet die Devise.
Und dass die Babar-Frauen herzlich sind, das können wohl alle Kinder bestätigen. Auf jeden Fall weiss unser Vinzenz auch schon ganz genau, dass er später einmal Gruppenleiterin Samantha heiraten wird.
Schlechtes Gewissen?
Gibt es eigentlich immer noch Leute, die glauben, Mütter mit Krippen-Kindern hätten ein schlechtes Gewissen? Ich kann nur sagen: Am Anfang brachte ich mein Kind in die Krippe, um arbeiten zu können. Heute arbeite ich, um meinem Kind die Krippe zu ermöglichen. Und so freut es mich umso mehr, dass nun auch unsere 7-monatige Tochter ins Babar darf.
Tja, Babar-Kinder sind halt Glückspilze! Schön, dass unsere Kinder dazu gehören!
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