Caras Zeit im Babar
Eigendlich wollte ich ja einmal für meine Kinder „ da sein“, ihnen ein zu Hause bieten im ganz traditionellen Sinne, wo die Mutter immer verfügbar ist....unsere Situation war dann allerdings etwas anders...
Cara kam zwischen Ausbildung und Studium zur Welt, eine grosse Freude, und der Anfang einer organisatorischen Herausforderung. Die ersten zwei Jahre konnten wir so organisieren, dass stets mein Mann oder ich zu Hause bleiben konnten. Irgendwann wurde der Arbeitsaufwand des Studiums zu intensiv, auch wir kamen nicht mehr darum herum, unser Kind fremdbetreuen zu lassen.
Guten Mutes machten wir uns auf Krippenbesichtigungstour. Da unsere Kleine bereits zwei Jahre alt war, hatten wir freie Wahl, was Krippenplätze anbelangte, doch keine KiTa überzeugte uns, bis wir im Babar zu Besuch waren.
Hier fühlten wir uns wohl und konnten uns auch vorstellen, dass unsere Tochter sich wohl fühlt. Der Anfang war ein Zuckerschlecken, Cara war begeistert von den vielen Kindern, den Spielsachen und den Erzieherinnen...bis sie realisierte, dass sie jetzt jeden Freitag dahin sollte...
Natürlich hatte Cara Heimweh und musste anfangs weinen, wenn mein Mann sich von ihr verabschiedete, doch jedes Mal war jemand da, der sich um sie kümmerte. Besonders Lori, die Praktikantin hatte Cara besonders lieb gewonnen. Für mich war egal, ob eine Praktikantin oder die Krippenleitung selbst sich um mein Kind kümmerte, die Qualität der Arbeit im Babar stimmte von unten bis ganz oben.
Bald schon hatte Cara Babarfreunde gefunden, die für sie ganz wichtig wurden, zu einigen hat sie bis heute Kontakt.
Mit drei und vier Jahren, war für Cara das Babar das High Light der Woche. Auch wenn ich ausserordentlich an einem Freitag mal nicht arbeiten musste, wollte Sie lieber ins Babar gehen, als mit mir was zu unternehmen. Was Sie im Babar erlebte, einen Alltag mit 12 Kindern zusammen, konnte ich ihr nicht bieten.
Räbeliechtliumzug mit anschliessender Uebernachtung in der Krippe, oder Babarlager mit dem Verkehrspolizisten.
Heute geht meine Grosse in den Kindergarten, geht mit offenen Ohren und Augen durch die Welt. Durch die Erfahrungen im Babar hat sie sich schnell an den Tagesablauf des Chindsgis gewöhnt. Das Babar hat einen wichtigen Platz in ihrem Leben eingenommen und all die schönen Erlebnisse werden bestimmt noch lange an ihr haften bleiben.
Meine Haltung der Institution Kinderkrippe gegenüber war immer sehr kritisch, vielleicht zu kritisch sogar, und trotzdem kann ich mich heute beim Babar nur bedanken. Was Cara im Babar gelernt hat, in den 2 ½ Jahren, hätten wir ihr als Eltern nie beibringen können. Was eine Kindergruppe, geführt und begleitet durch liebevolle, kompetente und aufmerksame Menschen, zusammen erreichen kann, war für mich sehr beeindruckend. Die liebsten Freunde waren die vom Babar, schlafen wollte sie nur im Babar. Wir sind durch wunderschöne und auch schwierige Zeiten gegangen, haben zusammen gefeiert, gelacht und gestritten und immer hatte Karin Däppen ein offenes Ohr für die Anliegen einer besorgten Mutter, die doch nur das allerbeste für das allerliebste auf der Welt wollte. Merci!!!
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