Der erste Tag im Babar

von Manuel und Francisca Rentsch

Es ist ein historischer Tag, nicht für die Welt zwar, aber für uns als Eltern. Zum ersten Mal übertritt unsere Tochter Nadine die Schwellen zur Kinderkrippe Babar. Wie wird sie auf diese neue Welt reagieren, hat sie Angst, schreit sie? Dürfen wir als Eltern unsere Tochter einfach so weggeben? Müssen wir gar ein schlechtes Gewissen haben. Fragen über Fragen.
Neugierig blickt Nadine um sich. Sie ist etwas mehr als ein Jahr alt, wir schreiben den 22. April 2002. Nadine wird sofort im Kreise der anderen Kinder aufgenommen, da werden Spielsachen ausgetauscht, einige Kinder spielen mit den Puppen, andere wiederum hüpfen auf den Matratzen im "Gumpizimmer". Sofort wird uns klar: im Babar herrscht eine gute Stimmung, die Kinder fühlen sich wohl.
Uns hat vor allem überzeugt, dass Nadine schrittweise in die Krippe aufgenommen worden ist. Am ersten Tag blieb Nadine nur ein oder zwei Stunden in der Krippe, mit uns Eltern zur Seite. Am zweiten, dritten und vierten Tag bleib Nadine von Mal zu Mal etwas länger und wir Eltern waren nicht mehr permanent anwesend. Die Krippenleitung hat einen klaren "Zeitplan" erstellt, der die Kinder auf die neue Welt vorbereitet. Auf diese Weise hat Nadine den Schritt in die Krippe gut geschafft, die Integration ist gelungen. 
Kurz:
Nadine fühlt sich wohl und ist inzwischen bereits seit mehr als einem Jahr im Babar. Wir haben durchwegs positive Erfahrungen gemacht.
Im Babar hat Nadine den Umgang mit anderen Kindern gelernt. Es ist für sie auch eine Abwechslung zum Alltag in der Familie. Heute nun können wir die anfänglichen Ängste zur Seite schieben. Nein, wir müssen kein schlechtes Gewissen haben. Das Gegenteil ist der Fall. Das Babar ist für unsere Tochter eine Bereicherung und fördert sie in ihrer Entwicklung.

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