The Babar-Experience
von Coco Petit
The Babar-Experience
(von Coco Petit)
Vor 3 ½ Jahren, Joël war gerade 1 Jahr alt, beschloss ich, nach einem ausgedehnten Mutterschaftsurlaub, wieder zu arbeiten. Mutter sein ist schön aber auch schön anstrengend! Die Kinderbetreuung hätte ich gerne mit jemandem geteilt, mein Job und die damit verbundenen Privilegien und das bisschen „Freiheit“ fehlten mir.
Aber wo fängt man an, wenn man weder Job noch Kinderbetreuung hat?
Hat man einen Job gefunden, ist es ein Problem innert kürzester Zeit einen Betreuungsplatz für das Kind zu finden. Umgekehrt ist es in diesen Zeiten auch nicht einfach einen Job zu finden, der einem das gibt, was man sucht, und dann erst noch Teilzeit.
Ich beschloss mit der Kinderbetreuung anzufangen, obwohl ich noch nicht genau wusste, wie ich das dann bezahlen würde, wenn ich noch keinen Job hatte.
Im Internet sah ich mir die Betreuungsstätten und Konzepte erst einmal zu Hause an, wählte danach 4 Angebote aus, die ich mir näher betrachten wollte.
Die Erfahrungen waren sehr interessant, ich hatte ja noch nie eine Krippe von innen gesehen. In den ersten beiden Krippen, war mir sofort klar, da gebe ich mein Kind auf keinen Fall hin. Ich verlangte auch kein Anmeldeformular, sondern bedankte mich für die Führung und verabschiedete mich. In der 3. Krippe wurde gerade das Mittagessen vorbereitet, als ich eintraf. Die Krippe gefiel mir eigentlich nicht schlecht, die Leute waren nett und aufgeschlossen. Das einzige, das mich störte war der Geruch: Die Fritteuse war im Einsatz und irgendwie hinterliess dieser Geruch ein Unbehagen.
Komisch, aber die Nase ist eben doch ein ganz starker Indikator!
Die 4. Krippe war das Babar, damals noch im World Trade Center. Es war die kleinste Krippe von allen und irgendwie war der Lärmpegel viel niedriger als bei den anderen, was ich als sehr angenehm empfand. Ich war es eben (noch) nicht gewohnt, soviele Kinder um mich herum zu haben, meines war ja gerade erst 1 geworden. Die Person, die mir das Babar zeigte, war sehr ruhig, geduldig und liebevoll, das spürte ich sofort. Ich hatte sofort den Eindruck von Professionalität. In den anderen Krippen hatte ich die Mitarbeiter gehört, wie sie die Kinder anschrien, und ich bin überzeugt das hätte diese junge Frau nie gemacht, sie war viel zu gelassen. Auch die Kinder schienen mir viel „anständiger“ obwohl es eine gemischte Gruppe war, mit allen Altersklassen.
Wir meldeten uns im Babar an, und als ein halbes Jahr später ein Plätzchen frei wurde, fingen wir mit dem Einleben an. Das ganze ging sehr sachte über die Bühne und Joël lebte sich rasch ein, was nicht heisst dass er von da an nie mehr weinte bei der Trennung. Meistens läutete aber das Telefon schon als wir noch auf dem Parkplatz waren; er hatte sich bereits beruhigt.
In den 3 Jahren, die Joël nun im Babar ist, hat er sich zu einem sehr selbständigen Jungen entwickelt, der genau weiss was er will und es auch artikulieren kann. Er hat gelernt zu streiten, aber auch sich wieder zu versöhnen. Er ist sehr sozial, er denkt an die anderen, und hat ein paar ganz gute Freunde und Freundinnen gewonnen.
Er freut sich jeden Mittwoch und Freitag ins Babar zu gehen um mit seinen Freunden zu spielen und basteln, mit Marco zu malen, mit Sabine in den Wald zu gehen, oder mit Mirjam auf den Markt und er liebt Rythmik und Tanz bei Carmen. Er ist sehr stolz dass er den „König der Löwen-Tanz“ kann, den hat er bei Carmen gelernt!
In den 3 Jahren hat sich das Babar verändert und ist es noch besser und schöner geworden. Nicht nur der Umzug in die grösseren Räumlichkeiten im Airgate hat zur Verbesserung beigetragen, sondern auch die Veränderungen im Team. Von Anfang an war es sehr professionell, aber jetzt spürt man den Teamgeist noch viel stärker. Es ist „ruhiger“ geworden, weil alle am gleichen Strick ziehen und die Kinder das genau wissen und geniessen.
Das einzige was unsere Herzen ein ganz kleines bisschen betrübt, ist, dass Sabine im Sommer 05 mit der Lehre fertig ist und sich eine neue Herausforderung suchen wird. Joël war vor 3 Jahren das erste Kind, dass sie „eingelebt“ hat und so wurde sie für uns ein ganz besonderer Mensch. Wir haben ihr von Anfang an 200% vertraut und ich habe sie immer bewundert, wie ruhig sie zwischen all diesen Kindern war und wie liebevoll und überlegt sie gehandelt hat. Sabine, ist nicht nur eine perfekte Kinderbetreuerin, sondern auch ein grossartiger Mensch.
Auch Marco verlässt nach 2 Jahren das Babar und hinterlässt Spuren. Ich finde es genial, dass es auch männliche Betreuer im Babar gibt, und Marco konnte den Kindern sehr viel geben. Wir werden ihn sehr vermissen.
Vielen Dank an das ganze Babar-Team, für die vielen interessanten und lehrreichen Stunden, die Joël im Babar verbringen durfte! Da er nun in den Kindergarten kommt und das Babar verlässt, haben wir uns kurzerhand entschlossen ein neues Kind zu machen, dass wir ins Babar schicken können.
So werden wir auch in Zukunft im Babar ein- und ausgehen und ich freue mich auf jedes einzelne mal in den nächsten 5 Jahren, wo ich Jérôme im Babar abholen kann.
Ich wünsche euch alles Gute und bitte macht weiter so, es ist genial!
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